7. Sep. 2019, 23:00 Uhr

Sozialhilfe fördert Armut

Seid aufmerksam und mutig(!)...

...ihr Lieben, da draussen!

Die Theorie und die Absichten der bürgerlich-rechts-populistisch-braunen Politiker_innen, schon wieder bei den Armen und Ärmsten zu sparen, unterlegen sie erneut mit den wirklich dreckigsten, beleidigendsten, respektlosesten, demütigendsten Argumenten! Von wegen renitenten Sozialhilfebezüger_innen, solchen die betrügen (wollen) etc.!
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Ich lade alle in dieser Richtung denkenden, das sind ja hauptsächlich die hinlänglich bekannten rechtsgerichteten Politiker_innen ein, mir mal eine Woche über die Schulter zu schauen und zu lernen, was es heisst, Sozialhilfe zu beziehen! Sie dürfen mir gerne bei all dem zuschauen und erfahren, was es heisst, monatelang mit einem Notbedarf von (*) Fr. 10.- pro Tag durchzukommen.

Letztens habe ich vernommen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die einem vorwerfen, man würde freiwillig und vorsätzlich alles so einrichten, dass man Sozialhilfe bekomme!
Solche Aussagen entbehren so ziemlich allem, was ein normaler Mensche denken und fühlen kann!
Solche Aussagen entbehren jedem Sinn für die Realität und sind einzig dazu da, Menschen kaputt zu machen, sie, die
sozial und gesellschaftlich "unbequemen Menschen", ohne sich die Hände schmutzig zu machen, entsorgen zu können!

Ja leider ist es so, dass ein fast unüberwindbarer Aspekt der Armut derenige ist, dass diese Menschen sehr ruhig werden! Ja, die meisten Menschen in einer solchen Lebenslage trauen sich kaum mehr aus dem Haus und auf keinen Fall weder die Kraft noch den Mut haben, die eigene Meinung zu äussern. Zu drastisch sind die zu befürchtenden Folgen (Leistungskürzungen, Diffamierungen, Anzeigen etc.)!
Sich gegen Ungerechtigkeiten, hier also konkret im Sozialwesen, zu wehren, ist ungefähr das gleiche, wie gegen Windmühlen zu kämpfen. Da geben die meisten trotz offensichtlichen und haarsträubenden Ungerechtigkeiten leider sehr schnell auf bzw. müssen aufgeben, denn so eine Lebenssituation erfordert enorm viel Nerven, Geduld und Kraft. Tja, leider geht die Strategie der Ämter und Behörden oft auf...
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Ich könnte jetzt Argumente bringen, wie z. B., dass wir bei den Rüstungsausgaben sparen, bei den AKW-Betreibern mehr Steuern verlangen und die höchsten Einkommen stärker besteuern usw. Wir hätten schnell genug Geld, dass der Begriff "Kürzungen", eben z. B. im Sozialwesen, bald in Vergessenheit geraten würde.
Aber ich spare mir jetzt weitere Beispiele aus einem Grund:
Wir haben hier in der Schweiz, ja klar, leider auch an vielen anderen Orten auf unserer Erde, aber es geht ja vorerst an dieser Stelle um uns hier, das grundlegende Problem der üblen, grenzenlosen und abstossenden Gier nach Geld und Macht!

Sind wir mal ehrlich: Es gibt so unglaublich viel Geld hier in der Schweiz. Wenn das gesamte Vermögen der reichsten Schweizer_innen und in der Schweiz lebenden reichen Ausländer gleichmässig an alle Schweizer_innen verteilt würde, bekäme jede und jeder von uns über CHF 70'000.-! Hm, ich glaube, dass ich mit der Zahl sogar sehr vorsichtig am untersten Rand operiere...
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Ihr seht, dass es in Tat und Wahrheit um etwas Anderes geht, als der Politiker_innen-und Manager_innen-Filz argumentiert:
Es geht einzig und alleine um Geld, Macht, Kontrolle, Profit!
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Das Beispiel einer Politikerin wie das mit den geplanten Kürzungen um bis zu (*) 30% aussehen soll, ist, dass dann "integrationswillige" mehr Geld erhalten würden.
Integrationswillige?
OMG! Es ist jetzt schon viel Willkür im Umgang mit den von Armut betroffenen Menschen wahrnehmbar, aber mit solchen Bonus-Malus Systemen würde Tür und Tor geöffnet für Handlungen basierend auf totaler Subjektivität der Aktenführenden Person und zur Unkontrollierbarkeit von Gemeindebeschlüssen und deren Verfügungen von Massnahmen! Anders ausgedrückt: Entweder du hast Glück oder die A-Karte gezogen!

(*) 30% Kürzungen würde heissen, pro Tag noch ca. Fr. 5.- zur Verfügung zu haben für: Essen, Getränke, Körperpflege, Reinigungs- und Waschmittel, Strom, öV-Tickets/-Abos, Abos für Mobile/TV/Medien/Zeitungen/..., kleinere Reparaturen und Instandhaltungen (Sparlampen ersetzen u. dgl.)! Ah ja, beinahe hätte ich es vergessen! Auch was Kultur (Konzerte, Kino, Theater etc.) angeht und - Ferien(!) - müssten auch davon finanziert werden.
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Denkt einmal darüber nach, dass hier in der Schweiz über 600'000 Menschen, ein Drittel davon Kinder(!), von der Armut betroffen sind - Tendenz steigend! Alle diese Menschen können keine Steuern mehr bezahlen, weil es sonst kein Überleben gibt. Die Steuern werden aber dennoch geschuldet und müssen irgendwann bezahlt werden. Und das Pünktchen auf dem I kommt noch: Die Sozialhilfe muss in praktisch allen Kantonen vollständig zurückbezahlt werden! Ja genau, so dreht sich die Armutsspirale!
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Also ihr alle - da draussen, die noch irgendwelche dreckigen Argumente vorbringen, dass jemand freiwillig und vorsätzlich in diese Existenz-Hölle nach Schweizerischem Modell eintritt und sein Leben in die Abhängigkeit von einer (meist stark politisch geprägten) Sozialbehörde begibt, sich dabei pausenlos demütigen, wie Dreck, Abschaum und als Kriminelle_r behandeln zu lassen - der oder die soll sich gleich jetzt mal das vor Augen führen, was alle diese Menschen im Alltag wirklich erleben müssen. Du bist herzlich eingeladen, eine Sozialhilfe-Probewoche zu erleben.

Ich biete das - kostenlos - an...

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Komm, lass uns eine saubere & friedliche Erde erschaffen!

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WATSON.CH

Eine Sozialhilfe-Empfängerin und ein Betreuer fertigen in der «Arena» die Politiker ab

Eine neue Studie zeigt, dass der Grundbedarf von 986 Franken der Schweizer Sozialhilfe zu knapp berechnet ist. In der «Arena» streiten sich nun die Politiker darüber, wie die Zukunft des Schweizer Sozialstaates aussehen soll. Doch die Show wird ihnen von zwei Personen aus der Praxis gestohlen.

srf1/Arena/Fr, 11.01.2019

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